England – Motorradüberwachung per Tracker?

Auch in England kocht das Thema „Motorradlärm“ und „Rücksichtslose Fahrweise“ immer höher. Erst vor kurzem wurde hier darüber berichtet, dass mittlerweile Drohnen eingesetzt werden, um illegales Off-Road-Fahren zu unterbinden. Jetzt hatte man eine neue, besonders schlaue Idee, man könnte ja alle Motorräder mit Tracker ausstatten lassen.

 

Normalerweise werden verurteilte Täter von Straftaten, nach einem ordentlichen Prozess, zum Tragen eines Trackers verurteilt, um die Person jederzeit orten zu können. Kim McGuinness, Police and Crime Commissioner von Northumbria schlägt jetzt allerdings vor, alle Motorräder in Großbritannien verpflichtend mit Trackern ausstatten zu lassen.

Er würde diese Technik gerne nutzen, um Motorräder jederzeit überwachen und kontrollieren zu können. Man könnte dadurch jederzeit an einem Monitor überwachen, wo wer unterwegs ist und ob die entsprechende Person zu schnell fährt.

 

Nicht nur aus Sicht des Datenschutzes wäre das eine Katastrophe. Motorradfahrer würden pauschal als Kriminelle abgestempelt, daher äußert sich Jim Freeman von der British Motorcycling Federation folgendermaßen: „Die obligatorische Verwendung eines Trackers ist normalerweise eine Strafe, die von den Gerichten nach einem ordnungsgemäßen Verfahren verhängt wird, aber dies käme einer Kollektivstrafe gleich, die Hunderttausende von Unschuldigen zusammen mit der winzigen Minderheit der Schuldigen ohne eine Untersuchung, einen Prozess oder ein Urteil mit sich reißt.“

 

Ausgeblitzt: Driver's Black Book*
  • Dewitt, Dominique (Autor)

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