Österreich will Bußgelder drastisch erhöhen

Ein zu schnelles Fahren kann in Österreich zukünftig richtig teuer werden. Sogar ein Beschlagnahmen des Fahrzeugs soll in manchen Fällen ermöglicht werden. Das österreichische Verkehrsministerium möchte die höheren Strafen bereits im Sommer 2021 einführen., zumindest zum größten Teil.

 

Wie erhöhen sich die Strafen für zu schnelles Fahren in Österreich?

Man möchte die Strafen zum Teil mehr als verdoppeln. Für eine besonders hohe Geschwindigkeitsüberschreitung sind aktuell 2.180 Euro fällig. Die Strafe soll auf 5.000 Euro erhöht werden. Diese Bestrafung wurde bisher allerdings nur sehr selten verhängt, meist nur in sehr schweren Fällen oder bei Wiederholungstäter.

Zukünftig möchte man hier die Möglichkeit schaffen, sogar das Fahrzeug zu beschlagnahmen. Es wäre zukünftig also möglich, bei hoher Geschwindigkeitsüberschreitung während gefährlicher Verhältnisse, bei mehrfachen Geschwindigkeitsüberschreitungen, wegen Fahrten, nachdem man bereits den Führerschein wegen zu schnellem Fahren verloren hat oder auch bei zu schnellem Fahren ohne Führerschein, auch das Fahrzeug zu verlieren. Die Einführung dürfte hier allerdings noch bis Ende des Jahres dauern, da vorher erst noch mehrere rechtliche Details geklärt werden müssen. Unklar ist beispielsweise die Vorgehensweise, wenn das Fahrzeug nicht dem Fahrer gehört, der zu schnell gefahren ist.

 

Auch Ausländische Fahrer könnten betroffen sein

Wer als Ausländer in Österreich beim zu schnellen Fahren erwischt wird, soll die Strafe noch vor Ort bezahlen, zumindest wenn es nach dem österreichischen Verkehrsministerium geht. Bußgelder können aber auch europaweit vollstreckt werden. Europäer sollten sich vor der Strafe also nicht drücken können.

Auch die Beschlagnahmung des Fahrzeugs soll bei Bürgern, die nicht in Österreich wohnen, möglich werden.

 

Führerscheinverlust

Die Grenzwerte der Geschwindigkeitsüberschreitungen, bei denen man den Führerschein verliert, will Österreich um je 10 km/h senken. Das würde bedeuten, dass der Schein innerorts bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h und außerhalb Ortschaften ab 40 km/h für mindestens zwei Wochen weg ist. Wird man innerorts mit mehr als 40 km/h als erlaubt erwischt, oder außerhalb geschlossener Ortschaften mit mehr als 50 km/h, dann verliert man den Schein für mindestens vier Wochen.

Diese Regelung gilt auch für ausländische Fahrer, allerdings nur für Fahrten in Österreich. Sollte also ein Deutscher erwischt werden, dann darf er für die angegebene Zeit nicht mehr in Österreich fahren. In Deutschland darf er aber weiterhin mit Auto oder Motorrad am Straßenverkehr teilnehmen.

Neu einführen will man den Strafbestand „illegales Wettrennen“. Teilnehmer eines Rennens sollen zukünftig mindestens sechs Monate den Schein verlieren und sich im Anschluss einer verkehrspsychologischen Überprüfung unterziehen müssen. Auch hier soll die Möglichkeit eingeführt werden, in extremen Fällen das Fahrzeug zu beschlagnahmen.

 

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