9 Monate nach tödlicher Einsatzfahrt wurde ein Polizist angeklagt

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Am 15. April 2018 ereignete sich ein schrecklicher Unfall auf der Staatsstraße 2245 bei Wintersdorf (Fürth), einer Verlängerung der Rothenburger Straße aus Nürnberg kommend.

9 Monate nach tödlicher Einsatzfahrt wurde ein Polizist angeklagt

Ein Streifenwagen der Polizei rammte gegen 16.45 Uhr einen 30-jährigen Mopedfahrer aus Zirndorf, der auf einer Honda Monkey fuhr. Der Biker verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Streifenwagen war mit Blaulicht und Sirene wegen einem Einbruchsalarm nach Dietenhofen unterwegs. Der Mopedfahrer fuhr bei Grünlicht aus der Ansbacher Straße auf die Hauptstraße. Durch den Zusammenstoß geriet der Streifenwagen auf die Gegenfahrbahn, rammte dort einen Audi, prallte gegen die Leitplanke und kam erst hundert Meter weiter zum Stehen.

Der Unfallort war ein einziges Trümmerfeld.  Durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde ein Gutachter beauftragt, der u.a. klären sollte wie schnell der Streifenwagen unterwegs war.  Auch bei einer Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn gilt eine gewisse Sorgfaltspflicht und es sollte geklärt werden ob diese evtl. vernachlässigt wurde.

Polizist wird angeklagt

Nach nun neun Monaten wurde der Polizeibeamte angeklagt, ihm wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die Ermittlungen ergaben, dass er mit etwa 140 km/h über die rote Ampel gefahren ist.

Der Sachverständige ist der Meinung, dass der Zusammenprall hätte vermieden werden können, wenn der Polizeibeamte aufmerksamer gewesen wäre und gebremst hätte.

Zu Zulassung der Anklage muss jetzt noch vom Amtsgericht Fürth entschieden werden.

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