Wer seine Maschine liebt, pflegt sie natürlich auch richtig. Hin und wieder etwas frisches Motoröl gehört dazu. Doch was passiert mit der angebrochenen Flasche, wenn nicht alles Öl im Tank landen muss? Mit der richtigen Lagerung ist es problemlos drei Jahre und mehr haltbar.

Wer seine Maschine liebt, pflegt sie natürlich auch richtig. Hin und wieder etwas frisches Motoröl gehört dazu. Doch was passiert mit der angebrochenen Flasche, wenn nicht alles Öl im Tank landen muss? Mit der richtigen Lagerung ist es problemlos drei Jahre und mehr haltbar.

 

1. Verschluss immer fest verschlossen sein

Motoröl kaufen, auffüllen und einfach in die Ecke stellen. Ist die Flasche nicht gut verschlossen, reduziert sich die Haltbarkeit des Öls rasant. Ein Blick auf die aufgedruckten Herstellerangaben hilft bei der optimalen Lagerung. Sitzt der Deckel fest auf der Flasche und lässt keine Luft oder Staub ins Innere, liegt die Haltbarkeit bei 3-5 Jahren.

 

2. Kein Sonnengenuss für das Öl

Es gibt nichts Schöneres, als bei herrlichem Sonnenschein mit der Maschine zu fahren. Für das gelagerte Motoröl ist die Sonneneinstrahlung jedoch nicht geeignet. Durch die Hitzeentwicklung kann das Öl in seiner Qualität leiden, denn die Inhaltsstoffe zersetzen sich womöglich. Auch in der Nähe anderer externer Wärmequellen, wie beispielsweise Heizkörpern, sollte das Öl nicht stehen. Optimal ist eine konstante Temperatur unter 25 °C.

 

3. Achtung vor unbefugtem Zugriff auf das Öl

Die Lagerung des Öls sollte so erfolgen, dass Unbefugte bzw. kleine Kinder keinen Zugriff haben. Bestenfalls wird es trocken gelagert und in einer dunklen Ecke ganz oben auf dem Regal platziert. Wer sich regelmäßig einen Überblick aller noch vorhandenen (offenen) Ölreserven für die Maschine verschaffen möchte, kann eine Beleuchtung direkt in Ablagenähe installieren. Das ausreichende Licht dient auch der Sicherheit, denn bei einer zu dunklen Umgebung fällt es häufig schwer, den Behälter zu greifen. Um Missgeschicke mit einem geplatzten Behälter durch Herunterfallen zu vermeiden, hilft die Beleuchtung punktuell.

Tipp: Eine optimale Beleuchtung empfiehlt sich übrigens auch, wenn das Öl an der Maschine wieder aufgeführt werden soll. Das geschieht am besten bei trockenem Wetter unter einem Dach an der Luft. Lässt es sich nicht vermeiden, ist das Auffüllen auch in der Garage möglich. Allerdings sollten hier keine offenen Flammen (beispielsweise eine Kerze) in der Nähe sein, da es durch die Ausdünstungen zu Verpuffungen kommen kann.

 

Optimale Maschinenpflege: So oft sollte der Ölstand überprüft werden

Die meisten Hersteller empfehlen einen Ölwechsel alle 3.000 bis 6.000 Kilometer oder alle 6 Monate. Wer seine Maschine in besonders anspruchsvollem Klima (beispielsweise heiße, Temperaturen) fährt, sollte regelmäßig nach seinem Öl schauen und auch den Wechsel öfter in Betracht ziehen.

Um einen Ölverlust frühzeitig zu bemerken, ist der regelmäßige Blick auf die Ölstandsanzeige unabdingbar. Wird das Motorrad oft auf längeren Strecken gefahren, ist eine Kontrolle des Ölstandes nach ca. 1.000 Kilometer empfehlenswert. Wird eine verminderte Zustandsmenge in der Kontrollanzeige ersichtlich, sollte die Maschine sofort bei der nächstmöglichen Gelegenheit angehalten und der Ölstand überprüft werden. Zeigt sich hierbei, dass tatsächlich eine reduzierte Menge im Tank ist, hilft das Auffüllen bis zum nächsten Ölwechsel.

Auch am Fahrverhalten der Maschine lässt sich oft erkennen, ob der Ölstand womöglich zu niedrig ist. Eine Vibration während des Fahrens oder eine schwache Leistung können auf zu wenig Öl im Tank hindeuten.

 

Öl im Motorrad richtig auffüllen

Wurde der festgestellt, kann die fehlende Menge bis zum nächsten vollständigen Wechsel nachgefüllt werden. Wichtig hierbei ist die richtige Temperatur der Flüssigkeit im Tank. Wurde die Maschine bis gerade eben noch auf einer längeren Strecke bewegt, sollte sie erst einmal ein paar Minuten Ruhe und Abkühlung erhalten. So wird sichergestellt, dass das erhitzte Öl im Tankinneren nicht beim Auffüllen herausspritzt.

Damit die schwierige Flüssigkeit nicht auf dem Äußeren der Maschine landet, ist eine Einfüllhilfe in Form eines Trichters empfehlenswert. Nichts geht daneben und auch der letzte Tropfen aus der Flasche kann benutzt werden. Hierfür wird die sie einfach steil nach oben gestellt und kurz (ca. 1 Minute) gehalten, sodass das Öl vollständig in den Tank kann.

Oelkanister 2
Motorenöl: So wird es richtig gelagert 3

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