Die Grünen fordern Maßnahmen gegen „unnötigen“ Motorradlärm

Laut der Drucksache 19/23731 fordern die Grünen im Bundestag umfassende Maßnahmen, um gegen „unnötigen“ Motorradlärm vorzugehen.

Die aktuellen Regelungen, gerade im Bezug auf die Prüfzyklen für die Typzulassung von Motorrädern, halten die Grüne für nicht ausreichend, da sich viele Menschen in landschaftlich attraktiven Regionen, sowie Erholungssuchende, durch Motorradlärm beeinträchtigt fühlen. Sie bemängeln, dass durch teils elektronisch gesteuerte Bauelemente die Prüfzyklen für die Typzulassung eingehalten werden und dann auf der Straße sehr laut unterwegs sein können.

 

Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, eine Überarbeitung der Typzulassungsvorschriften anzustoßen und den Lärmgrenzwert auf 80 db in allen Betriebszuständen zu beschränken. Die aktuellen 77 db in bestimmten Fahrbereichen sollen allerdings beibehalten werden.

 

Daneben fordern die Grünen, dass von Lärm schwerstbetroffene Orte für zuerst eine Saison das sogenannte „Tiroler Modell“ anwenden dürfen. Das würde bedeuten, dass Motorräder mit einem Standgeräusch von mehr als 95 db bestimmte Strecken nicht mehr befahren dürften (bei dem Standgeräusch handelt es sich um die Lautstärke, die erzeugt wird, wenn der Motor im Stand bis auf die halbe Nenndrehzahl hochgejagt wird. Während normalen Fahrten sind Motorräder in der Regel viel leiser!)

Sollte diese Maßnahme keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringen, sollen lärmbedingte Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Sonn- und Feiertagsverbote für Motorräder eingeführt werden.

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1 Kommentar

  1. Eigentlich ist der Gedanke nicht verkehrt. Zu laute Fahrzeuge sollen und müssen nicht sein.
    Das soll aber bitte für alle Fahrzeuge gelten.
    In einer zum Antrag der Grünen Pressemitteilung steht nur im letzten Satz des zweiten Absatzes einmal „PKW“. Das ist zuwenig!
    Solange Fahrzeuge zugelassen werden, die z.B. bereits ab Werk mit „Klappenauspuff“ ausgestattet sind, ist eine solch einseitige Forderung, wie die hier geforderte, als Diskriminierung einer Minderheit zu verstehen.

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