Berlin: Mehrere Motorradfahrer gerammt – islamistischer Anschlag?

Bereits am Dienstagabend hatte ein 30-jähriger Autofahrer mehrere Motorradfahrer auf der Berliner Stadtautobahn A100 gerammt. Behörden stufen den Vorfall als islamistischen Anschlag ein.

 

Gezielter Angriff auf Motorrad- und Rollerfahrer

Als erstes hatte der Täter einen PKW gestreift. Danach wurde einen Motorradfahrer gerammt, der durch den Sturz schwerste Kopf- und Wirbelverletzungen erlitt. Anschließend streifte er einen Rollerfahrer und drückte ein weiteres Motorrad auf einen anderen PKW.

Der Vorfall ereignete sich gegen 18.50 Uhr. Der Fahrer rammte zwischen den Anschlussstellen Wexstraße in Wilmersdorf und der Alboinstraße in Tempelhof insgesamt drei Motorräder. Auf Höhe des Innsbrucker Platz in Schöneberg fuhr er einen Rollerfahrer um.

Insgesamt soll er fünf Fahrzeuge gerammt haben. Auf Höhe der Ausfahrt Alboinstraße kam der Opel, der mit gefälschten Kennzeichen ausgestattet war, zum Stehen.

 

Er drohte mit einer Bombe

Polizisten vor Ort bedrohte er mit einer Bombe, die sich in einer Munitionskiste befinden sollte. Der Mann wurde festgenommen. In der Kiste befand sich nur Werkzeug.

Die Generalstaatsanwaltschaft wertet die Unfälle als vorsätzliche Angriffe auf andere Verkehrsteilnehmer. Nach bisherigen Erkenntnissen wird ein islamistisch motivierter Anschlag vermutet, aber auch psychische Probleme wären denkbar. Bisher konnten noch keine Anhaltspunkte gefunden werden, die den Täter in Verbindung zu einer terroristischen Vereinigung bringen. Wegen psychischen Problemen soll er allerdings schon mal in Behandlung gewesen sein.

Der Tatverdächtige Iraker Sarmad A. lebte in Berlin-Reinickendorf und war bereits polizeibekannt. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er wurde seitdem allerdings geduldet.

 

Bei dem Anschlag auf der A100 wurden sechs Personen verletzt, drei davon trugen schwere Verletzungen davon. Ein Motorrad- und ein Rollerfahrer mussten reanimiert werden.

 

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