In London könnten Motorradfahrer und Autofahrer künftig in weiteren Stadtteilen mit Strafen rechnen, wenn sie durch lautes oder aggressives Fahrverhalten auffallen. Die Stadtverwaltung von Westminster prüft derzeit, ein bestehendes Verbot auszuweiten, das bereits seit 2021 in Teilen der Hauptstadt gilt.
Ein Motorradfahrer geht juristisch gegen das streckenbezogene Fahrverbot für Krafträder auf der B307 in Oberbayern vor. Unterstützt wird er dabei vom Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM). Seit dem 30. April 2025 ist die Maßnahme in Kraft: Täglich zwischen 11 und 21 Uhr dürfen Motorräder auf dem Abschnitt zwischen der Landkreisgrenze Miesbach und dem Parkplatz Tatzelwurm – in Fahrtrichtung Bayrischzell – nicht mehr fahren. Ausgenommen sind lediglich Mofas, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder. Die Gegenrichtung bleibt offen.
Ein aktuelles Diskussionspapier im Londoner Stadtparlament sorgt für Unruhe unter Motorradfahrern. Die von der Grünen-Abgeordneten Caroline Russell vorgelegte Initiative sieht vor, Motorräder in die bestehende City-Maut (Central Congestion Charging Zone, CCCZ) einzubeziehen. Bisher sind Motorräder und Mopeds von dieser Gebühr befreit, ebenso wie von Strafen in den Ultra Low Emission Zones (ULEZ), sofern sie mindestens der Euro-3-Abgasnorm entsprechen – was für die meisten Modelle ab Baujahr 2007 gilt.
In den vergangenen Wochen berichteten verschiedene Medien, dass die spanische Verkehrsbehörde DGT angeblich plane, Airbags für Motorradfahrer ab 2026 zur Pflicht zu machen. Darüber hinaus kursierten Behauptungen, dass ähnliche Regelungen bereits in Frankreich und Italien gelten würden. Diese Angaben sind jedoch nachweislich falsch.
Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi ist regelmäßig unter den Städten mit der weltweit schlechtesten Luftqualität gelistet. Neben hoher Feinstaubbelastung werden auch die Flüsse der Stadt als stark verschmutzt bezeichnet. Um dem entgegenzuwirken, hat Premierminister Pham Minh Chinh ein schrittweises Verbot für benzinbetriebene Motorräder und Mopeds in den zentralen Stadtbereichen angekündigt.
Immer mehr Motorradfahrer und Autofahrer dokumentieren ihre Touren mit Actioncams oder Dashcams – sei es zur Absicherung im Falle eines Unfalls oder zur Erinnerung an besondere Momente. Doch was in einem Land selbstverständlich erscheint, kann im anderen Land schnell teuer oder sogar strafbar werden. Gerade die Veröffentlichung von Videoaufnahmen, etwa nach dem Urlaub, birgt zusätzliche Risiken. Portugal hat die Vorschriften zuletzt verschärft, aber auch andere Länder zeigen sich restriktiv.
Motorradreisen durch Europa stehen bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. Doch wer sich über Ländergrenzen hinweg auf den Weg macht, sollte sich unbedingt mit den jeweiligen Vorschriften zur Ausrüstung vertraut machen. Die Unterschiede sind oft größer als gedacht, und manche Regelungen überraschen sogar erfahrene Tourenfahrer. Im Folgenden findet sich eine umfassende Übersicht zu den wichtigsten Ländern, deren beliebtesten Reisezielen und den strengsten Vorschriften – kompakt zusammengefasst und aktuell für 2025.
Seit dem 12. Juni 2025 gelten in Italien neue, strengere Regelungen für den Einsatz von Geschwindigkeitsmessanlagen, bekannt als "Autovelox". Diese Maßnahmen sollen laut italienischem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch für mehr Transparenz und Fairness sorgen. Der Reform vorausgegangen war eine langjährige Debatte über zweifelhafte Blitzer-Standorte und die immer weiter steigenden Bußgeldeinnahmen.
Griechenland verschärft seine Straßenverkehrsordnung deutlich. Mit dem Ziel, die hohe Zahl an Verkehrsunfällen zu senken, hat das griechische Parlament eine umfassende Novelle beschlossen. Diese betrifft sowohl Einheimische als auch Touristen. Wer sich ab 2025 nicht an die neuen Regeln hält, muss mit drastischen Geldstrafen und langen Fahrverboten rechnen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem Handyverstöße, Rasen, Alkohol am Steuer sowie das Parken von Wohnmobilen.
Die britische Regierung plant eine weitreichende Änderung der gesetzlichen Vorgaben zur Sicherstellung und Entsorgung von Fahrzeugen, die bei sogenanntem „asozialem Verhalten“ eingesetzt werden. Besonders für Motorradfahrer könnte diese Regelung drastische Folgen haben. Ab dem 28. Mai 2025 läuft eine öffentliche Konsultation, die bis zum 8. Juli 2025 Stellungnahmen zu einer Verkürzung der Fristen für die Verschrottung beschlagnahmter Fahrzeuge einholen soll.
Ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang hat am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht zu einem aufsehenerregenden Urteil geführt. Ein Motorradfahrer, der weit über der zulässigen Geschwindigkeit fuhr, kollidierte mit einem abbiegenden Pkw. Die juristische Bewertung des Falls zeigt, wie komplex die Schuldfrage bei solchen Konstellationen sein kann – insbesondere für Motorradfahrer, die bei Geschwindigkeitsverstößen oft mit klaren Schuldzuweisungen rechnen müssen.
Portugal hat die Gesetzeslage rund um Dashcams drastisch verschärft und reiht sich nun in eine Reihe von Ländern ein, die den Einsatz solcher Geräte vollständig untersagen. Gemeinsam mit Österreich, Luxemburg und der Schweiz gilt dort inzwischen ein faktisches oder rechtliches Totalverbot für Dashcams. Für Touristen bedeutet das: Wer mit einer Kamera an der Windschutzscheibe unterwegs ist, riskiert empfindliche Strafen – und das mitunter allein schon durch den bloßen Besitz eines solchen Geräts.
Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Spanien eine weitreichende Neuerung im Bereich der Verkehrssicherheit in Kraft: Das klassische Warndreieck hat auf Autobahnen und Schnellstraßen ausgedient. Stattdessen wird die sogenannte V16-Warnleuchte zur Pflicht. Die spanische Verkehrsbehörde Dirección General de Tráfico (DGT) verfolgt damit das Ziel, die Sicherheit bei Pannen oder Unfällen deutlich zu erhöhen – besonders unter schwierigen Sichtbedingungen oder bei starkem Verkehrsaufkommen.
Ein unscheinbarer Facebook-Post der Polizei NRW Gelsenkirchen hat für große Verunsicherung unter Motorradfahrern gesorgt. Der Vorwurf: Eine montierte Actioncam könne unter Umständen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. Was war passiert – und was sagt das Gesetz wirklich?
Die Europäische Kommission hat einen weitreichenden Vorschlag zur Verschärfung der technischen Fahrzeugüberwachung vorgelegt: Autos und leichte Nutzfahrzeuge, die älter als zehn Jahre sind, sollen künftig jährlich zur Hauptuntersuchung – im deutschen Sprachgebrauch besser bekannt als TÜV – verpflichtet werden. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Emissionen besser zu kontrollieren. Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend.
Die Europäische Union hat eine umfassende Reform des Führerscheinrechts beschlossen – mit weitreichenden Folgen für Millionen von Menschen. Im Mittelpunkt stehen Digitalisierung, europaweite Vereinheitlichung und ein deutlich schärferes Regelwerk für Fahranfänger. Besonders Motorradfahrer dürften einige Neuerungen als gravierend empfinden. Die Umsetzung in nationales Recht soll bis spätestens 2029 erfolgen, viele Änderungen könnten aber bereits früher greifen.
Die Europäische Kommission will die Vorschriften für Hauptuntersuchungen (HU) von Fahrzeugen verschärfen. Konkret geht es um eine jährliche Pflichtprüfung für Pkw und Kleintransporter, deren Erstzulassung mehr als zehn Jahre zurückliegt. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten signifikant zu senken und damit die sogenannte "Vision Zero" zu erreichen – bis 2050 sollen Verkehrsunfälle mit Todesfolge nahezu vollständig vermieden werden.
Griechenland plant eine neue Regelung, die Motorradfahrern ohne Helm den Zugang zu Kraftstoff verwehren soll. Das Gesetz ist Teil einer überarbeiteten Straßenverkehrsordnung und wurde als Reaktion auf die hohen Unfallzahlen im Land ins Leben gerufen. Besonders brisant: Die Regelung betrifft nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen, die mit gemieteten Zweirädern unterwegs sind.
Frankreich hebt die Einschränkungen für das Spurfiltern auf und macht diese Fahrtechnik nach jahrelangen Tests nun landesweit legal. Das entsprechende Dekret wurde am 9. Januar 2025 verabschiedet und trat direkt am nächsten Tag in Kraft. Für Motorrad- und Rollerfahrer im ganzen Land bedeutet das einen bedeutenden Schritt in Richtung mehr Fahrkomfort im stockenden Verkehr.
Ab dem 1. Januar 2025 treten in der Schweiz verschärfte Bestimmungen gegen vermeidbaren Fahrzeuglärm in Kraft. Sowohl Autofahrer als auch Motorradfahrer müssen sich auf hohe Strafen einstellen, wenn sie unnötigen Lärm verursachen . Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Lärmbelastung in Wohngebieten und auf Straßen deutlich zu senken.