Zurück im Rampenlicht: Suzuki bei den 8 Stunden von Suzuka
Nachdem Suzuki in den vergangenen 15 Jahren zweimal aus der MotoGP ausgestiegen ist und aktuell nicht mehr in der WSBK vertreten ist, schien die Rennsport-Zukunft des Herstellers lange ungewiss. Doch mit dem Projekt „Team Suzuki CN Challenge“, das 2023 ins Leben gerufen wurde, zeigt der Konzern ein neues Engagement. Das Team besteht aus Suzuki-Mitarbeitern und bringt eine seriennahe GSX-R1000R an den Start.
Das Besondere daran: Die Maschine setzt vollständig auf nachhaltige Technologie – ein mutiger Schritt im hart umkämpften Umfeld des Langstreckenklassikers Suzuka 8 Hours.
Ein starkes Statement mit 100 % nachhaltigem Kraftstoff
Bereits im Vorjahr sorgte Suzuki für Aufsehen, als das Team mit 40 % biobasiertem Kraftstoff einen respektablen achten Platz im Gesamtklassement erreichte. 2025 wird dieser Ansatz konsequent weiterverfolgt: Der Rennbolide wird erstmals mit 100 % nachhaltigem Treibstoff betrieben. Zusätzlich kommen noch mehr umweltfreundliche Komponenten zum Einsatz.
Tsuyoshi Tanaka, Executive General Manager of Motorcycle Operations bei Suzuki, erklärte:
„Im letzten Jahr konnte das Team Suzuki CN Challenge das harte Ausdauerrennen der Suzuka 8 Hours absolvieren und dabei gleichzeitig die Umweltbelastung senken. Damit haben wir einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft des Verbrennungsmotors und Motorsports gemacht.“
Das erklärte Ziel für 2025: die Leistung aus dem Vorjahr übertreffen und gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck weiter reduzieren. Laut Tanaka gehe es dabei nicht nur um Kohlenstoffneutralität, sondern um eine ganzheitliche Reduktion der Umweltbelastungen.
Technische Weiterentwicklung trotz Rennrückzug
Die GSX-R1000R für 2025 wird mit einem komplett neuen Motor ausgestattet, dessen genaue Details noch nicht veröffentlicht wurden. Klar ist jedoch: Die Maschine ist für den Betrieb mit 100 % nachhaltigem Treibstoff optimiert – eine technische Herausforderung, die Rückschlüsse auf mögliche zukünftige Serienprodukte erlaubt.
Besonders interessant ist auch die Aussage Suzukis, dass man die bei diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse künftig in die Entwicklung neuer Modelle einfließen lassen will. Das weckt Spekulationen über ein mögliches Comeback im MotoGP – denn ab 2027 schreibt das Reglement dort ausschließlich nicht-fossile Kraftstoffe vor.
Fazit: Hoffnungsschimmer für Suzuki-Fans
Obwohl Suzuki sich derzeit aus den großen internationalen Meisterschaften zurückhält, zeigt die Teilnahme an den Suzuka 8 Hours 2025, dass der Hersteller keineswegs den Rennsport abgeschrieben hat. Die Kombination aus traditionellem Langstreckenrennen und konsequenter Nachhaltigkeit ist nicht nur ein technisches Experiment, sondern auch ein Hoffnungsträger für die Zukunft des Motorsports – und vielleicht ein leiser Vorbote für eine Rückkehr auf die ganz große Bühne.








