Kawasaki Ninja 400 – Alltagssportler oder kleiner Supersportler?

Kawasaki bringt ein neues Ninja Modell auf den Markt, die Ninja 400. Sie wird Nachfolger der Ninja 300 und verspricht vollmundig „für die Straße gebaut, von der Rennstrecke inspiriert“. Ob sie dieses sportliche Versprechen halten kann erfahrt ihr jetzt.

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Kawasaki Ninja 400 / Alltag oder Supersport?

Wie schon auch die 300er wurde die kommende 400er nicht nur auf Leistung ausgelegt, auch das Einsparen von Gewicht stand im Vordergrund. Heraus kam ein fahrfertiges Gesamtgewicht von 168 kg und damit wurde im Vergleich zur kleinen Schwester 6 kg eingespart.

Rein optisch hat man sich an den großen Schwestern ZX-10R und H2 orientiert. Um den sportlichen Look noch zu verstärken bekam sie die Farbgebung des Motorrads des Kawasaki Racing Teams aus der World Superbike und damit dem Arbeitsgerät von Weltmeister Jonathan Rea.

Bisher klingt das alles vielversprechend. Um herauszufinden ob die Ninja 400 wirklich ein kleiner Supersportler ist und damit ihrer Ur-Ahnin der ZXR-400 würdig ist, müssen wir einen Blick auf die Daten werfen.

Die Leistungsdaten

Der Motor ist ein Parallel Twin und hat 399 cc. Er hat eine Leistung von 45 PS. Neben dem größeren Hubraum kommt auch eine größere Airbox zum Einsatz. Die Mehrleistung im Vergleich zur 300er soll für einen fahrerfreundlichen Charakter genutzt werden. Das heißt im unteren und mittleren Drehzahlbereich liegt jetzt mehr Leistung an und diese wird sanft entfaltet.

Der Motor wurde komplett neu entwickelt und kommt trotz der Mehrleistung an die Größe und das Gewicht des 250cc Motors der Ninja 250 von 2013-2017 heran bzw. ist nicht größer oder schwerer.

Der Rahmen und das Fahrwerk

Der neue Rahmen ähnelt dem der Ninja H2. Optimale Steifigkeit bei geringem Gewicht sollte sichergestellt werden. Der Motor ist ein tragender Teil des Rahmens, die Schwinge direkt daran befestigt. Es wird eine Teleskopgabel mit 41mm Durchmesser verbaut. Einstellbar ist sie nicht.

Die Bremsen

Vorn ist eine 310mm Bremsscheibe verbaut, hinten hat sie 220 mm. Natürlich wird mit ABS gebremst, durch die EURO 4 Norm ist das bei Neufahrzeugen in Europa auch Pflicht.

Ausstattung

Die Scheinwerfer nutzten LEDs. Das Cockpit kommt von der Ninja 650 und verfügt über Ganganzeige, digitalem Tacho, analogem Drehzahlmesser, Kilometerzähler, doppeltem Tageskilometerzähler, Restreichweite, aktuellem und durchschnittlichem Spritverbrauch, Außentemperaturanzeige, Kühlmitteltemperaturanzeige und Uhr. Der Schaltblitz fehlt hier allerdings.

Es wird zwei Farbvarianten geben, Lime Green und Metallic Spark Black.

Kawasaki Ninja Motorrad-Leder-Montur, Motorrad-Anzug, Rennmontur, maßgefertigt, CE-geprüft, jede Farbe/Größe*
  • CE-geprüfte Protektoren an Schultern, Ellbogen, Knie und Rücken, Kevlar-Faser eingearbeitet an empfindlichen Teilen des Körpers/Anzugs für den Fall von Hitze und Feuer, doppelte Dichte an Rücken-Protektor.
  • Robuster, echter YKK-Reißverschluss an der gesamten Jacke, 100 % echtes Rindleder (1,2–1,3 mm) aus genarbtem Leder.
  • -

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Die Daten der Kawasaki Ninja 400

 

MOTOR  
 

Typ

Hubraum

Bohrung x Hub

Verdichtungsverhältnis

Ventilsteuerung

Gemischaufbereitung

Schmiersystem

Anlasser

Zündung

 

 

Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder

399 cm3

70,0 x 51,8 mm

11,5:1

DOHC, 8 Ventile

Kraftstoffeinspritzung: Ø 32 mm x 2

Druckumlaufschmierung, Nasssumpf

Elektrisch

Digital

 

ANTRIEB  
 

Getriebe

Endantrieb

Primärübersetzung

Getriebeübersetzung:   1. Gang

2. Gang

3. Gang

4. Gang

5. Gang

6. Gang

Endübersetzung

Kupplung

 

 

Sechsganggetriebe

Kette

2,219 (71/32)

2,929 (41/14)

2,056 (37/18)

1,619 (34/21)

1,333 (32/24)

1,154 (30/26)

1,037 (28/27)

2,929 (41/14)

Mehrscheibenkupplung im Ölbad, mechanisch betätigt

 

RAHMEN
 

Typ

Federung vorne

Federung hinten

 

Federweg:              vorne

hinten

Reifen:                     vorne

hinten

Lenkkopfwinkel

Nachlauf

Lenkeinschlagwinkel (links/rechts)

 

 

Gitterrohrrahmen aus Stahlrundrohr

Teleskopgabel, Ø 41 mm

Bottom-Link-Uni-Trak-Gasdruckfederbein mit einstellbarer Federbasis

120 mm

132 mm

110/70R17 M/C 54H

150/60R17 M/C 66H

27o

93 mm

35o/35o

BREMSEN  
 

Vorne:         Typ

Bremssattel

Hinten:        Typ

Bremssattel

 

 

Semischwimmend gelagerte Petal-Scheibe, Ø 310 mm

Doppelkolben-Schwimmsattel

Petal-Scheibe, Ø 220 mm

Doppelkolben-Schwimmsattel

 

MASSE UND GEWICHT  

 

 

Gesamtlänge

Gesamtbreite

Gesamthöhe

Radstand

Bodenfreiheit

Sitzhöhe

Leergewicht (fahrfertig)

Tankinhalt

 

 

1.990 mm

710 mm

1.120 mm

1.370 mm

140 mm

785 mm

168 kg

14 Liter

 

LEISTUNG & DREHMOMENT  
 

Max. Leistung

Max. Drehmoment

 

 

33,4 kW (45 PS) bei 10.000 U/min

38 Nm {3,9 mkp) bei 8.000 U/min

 

Fazit

Eine sportliche Optik hat die neue 400er auf jeden Fall, auch wenn echte sportliche Gene fehlen. Insgesamt ist das Motorrad für den täglichen Betrieb auf der Straße ausgelegt, was man an dem höheren Lenker, der daraus resultierenden bequemeren Sitzposition, der fehlenden Einstellmöglichkeiten an der Gabel, der einzelnen Bremsscheibe usw. sehen kann. Für eine sportliche Runde wird sie mit Sicherheit auch taugen, allerdings kann man sie leider nicht mit der Ur-Ahnin der ZXR-400 vergleichen –  und das obwohl der Zusatz Ninja dem kleinen Supersportler von damals verwehrt geblieben ist.

 

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